Tag 3 – In 8 Tagen um die Insel

Tag 3 – In 8 Tagen um die Insel

Erst wenn man zwei Tage lang im Schatten ein- und desselben Gletschers fährt, wird einem bewusst, welch gigantische Ausmaße dieser hat! Heute brachen wir ausnahmsweise früh auf – es war zwar trotzdem 11 Uhr bis wir loskamen, aber immerhin besser als die letzten zwei Tage! Wir stellten das Auto im Skaftafell National Park ab und machten uns auf, den Rand des Gebirges zu erklimmen.

svartifoss

Bei unserer ersten Pause am Svartifoss Wasserfall waren wir nur halb so zerstört wie erwartet, aber nachdem wir diesen hinter uns gelassen hatten, war ziemlich schnell klar, dass das bis dahin nur der “Touri-Weg” war und es erst jetzt so richtig los ging.

Beim nächsten Stopp, nach zweieinhalb Stunden, war ich zumindest um einiges roter im Gesicht und hatte auch eigentlich gar keine so großen Einwände dagegen, als Nils meinte, er würde gerne eine 20 minütige Timelapse aufbauen.

Der Ausblick war auch wirklich gigantisch! Auf der einen Seite eine unglaublich weite, einfach LEERE Ebene, ohne Wälder, ohne Dörfer, ohne das geringste Anzeichen menschlicher Anwesenheit. Auf der anderen Seite die schneebedeckten Berge und der Gletscher Vatnajökull dazwischen…

Doch der beste Anblick bot sich uns nocheinmal anderthalb Stunden später, als wir einen Felsvorsprung direkt über einer Gletscher-Moräne erklommen!

 

skaftafell-1

 

“Immerhin kann ich noch Koch werden”

Nach unserem insgesamt 8 stündigen Gewaltmarsch (von dem wohl 2 Stunden für’s Filmen und für Time Lapses und mindestens eine für Essenspausen abgezogen werden müssen…) und lediglich ein wenig schwedisches Trockenbrot mit Knoppers könnt ihr euch bestimmt vorstellen, wie es um Nils’ Magen bestellt war… Wir hatten natürlich noch von dem Trockenbrot im Auto (und das Beste: noch mehr Trockenbrot), aber ich dachte, ich bin eine tolle Freundin und koche meinem Freund eine riesige Schüssel Nudeln mit Butter stattdessen. Zu meiner Verteidigung kann ich sagen: der Salzstreuer war neu und ich wusste nicht wie viel da rauskam. Resultat: Eine riesige Portion Salz mit viel Butter und ab und zu ein paar Nudeln darin. Und es war, als würde es bei jedem Biss mehr werden… mehr Salz, nicht mehr Nudeln.

Ich habe eine Abneigung dagegen, Lebensmittel wegzuschmeißen und Nils ist einfach gut erzogen – jedenfalls haben wir beide beinahe eine ganze Schale davon gegessen, bis uns irgendwann doch so schlecht war, dass wir nicht mehr konnten.

Ein Gutes hatte die Geschichte: Nils hatte wohl das erste Mal auf diesem Trip keinen Hunger mehr…

Der Weg an den Ostfjorden entlang führte uns durch das kleine Fischerdorf Höfn. Der Hummer in Höfn wurde uns im vorhinein von mehreren Seiten wärmstens empfohlen. Wir entschieden uns aber, angesichts unseres Geldbeutels (und der Überdosis Salz in unserem Magen), dann doch für ein paar Hotdogs mit Fanta.

Nils hatte mir bereits viel von den isländischen Hotdogs erzählt: Sie haben in Island ungefähr denselben Stellenwert wie Döner in Deutschland, das heißt man bekommt sie an ungelogen jeder Straßenecke und glücklicherweise sind sie auch nicht teuer. Aber LECKER!!!

Die Ostjforde sind lang… GoogleMaps meinte irgendwann nach Höfn “noch 5 Stunden bis zum Ziel” – und da war es bereits, naja, relativ spät. Aber so genossen wir einfach die langsam in Dämmerung versinkende Landschaft, die immer mehr wie ein Teil Mittelerdes als Islands aussah. Es heißt, Tolkiens Kindermädchen kam aus Island – wenn sie gut war im Geschichten erzählen, erklärt das ALLES!

 

 

In 8 Days around the Island

This post is part of a whole series called “In 8 Days around the Island” in which we describe our experience of going around the ringroad of Iceland in a car.

Missed a Day? To the Summary: In 8 Days around the Island

To Day 2: Day 2 – In 8 Days around the Island

To Day 4: Day 4 – In 8 Days around the Island

You don´t know us yet? Click here to learn to know us: Katha & Nils introduce themselves

Here you can find a map that shows our route on Day 3: https://goo.gl/maps/W9ePQC16EbD2

day-3


Nils & Katha

4 COMMENTS
  • Mum
    Antworten

    Danke! Einfach nur DANKE für die sehr plastische Darstellung eurer Erlebnisse!
    Macht unheimlich viel Spaß euren Blog zu lesen und die Bilder anzuschauen!

    1. Katharina Lange
      Antworten

      Freut mich, dass es dir/euch gefällt!! Und keine Sorge – da kommt noch viel mehr 😀

      1. Hessy
        Antworten

        Your article pertlcfey shows what I needed to know, thanks!

  • Leatrice
    Antworten

    I’m relaly into it, thanks for this great stuff!

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