Flugzeugwrack – Und es gibt es doch!

Flugzeugwrack – Und es gibt es doch!

Erinnert ihr euch an meinen leicht frustrierten Post über das Flugzeugwrack, das wir eine ganze Nacht lang gesucht und dann doch nicht gefunden haben? Ja, das ist schon länger her, genauer gesagt war das überhaupt erst unser dritter Abend in Island!! Lange lang ist’s her…

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Jedenfalls haben wir uns mit Jan noch einmal auf die Suche gemacht… Und uns diesmal nicht an unsere Google Maps Koordinaten gehalten, sondern an die anderen Autos, die zuverlässig überall dort parken, wo es was Interessantes zu sehen gibt.
Uns erwartete ein 4km-Lauf durch eine absolut karge Landschaft – Und jede Menge anderer Touristen. Wir hatten ja irgendwie die Hoffnung, dass sie alle spontan rechts abbiegen würden und wir das Wrack doch für uns hätten… (Nils und Jan hatten große Pläne, was sie alles wie und aus welchem Winkel fotografieren wollten!)

Doch die Ernüchterung trat schnell ein. Statt dem Flugzeugwrack inmitten der schwarzen Wüste, bot sich uns das Bild eines stark bevölkerten Stück Metalls, das jeder einzelne als Hintergrund für mindestens 5 Selfies und Gruppenfotos missbrauchte. Aber man wird schließlich kein Top-Fotograf, wenn man sich von so etwas aufhalten lässt.

Also richteten wir uns für eine längere Warterei ein. Zum Glück war es weder kalt noch regnete es… Nach ungefähr einer halben Stunde waren wir alle drei klitschnass und fingen an, auf- und abzuhüpfen, um nicht an Ort und Stelle zu gefrieren. (Okay, ich gebe zu, das mit dem Hüpfen war wohl eher nur ich :D)

Aber etwas Gutes hatte das schlechte Wetter doch: der Strom an Touristen wurde immer karger und riss bei Sonnenuntergang schließlich ab! Doch wer gedacht hatte, jetzt hätten wir es fast geschafft, der hat sich leider gewaltig geschnitten. Wie gesagt, wir hatten zwei Fotografen mit an Bord…

Mittlerweile war es leider schon stockfinster. Was bedeutete: Man hat NICHTS von dem gesehen, was man eigentlich fotografieren wollte… Also 30 Sekunden belichten, korrigieren, 30 Sekunden belichten, wieder korrigieren und so weiter – Das kann sich ganz schön ziehen!

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Ich kam leider erst jetzt auf die Idee, dass das Innere des Flugzeugwracks einen wundervoller Wind- und Regenschutz bietet… Aber so waren die nächsten anderthalb Stunden sogar fast erträglich! 😀

Auf der Suche nach dem Weg zurück zum Auto, marschierten wir querfeldein drauf los durch die Dunkelheit… Wir kannten die Richtung und konnten in der Ferne die Straße erkennen, also klappte das schon irgendwie. Mit den Handykameras leuchtend und mit epischer Filmmusik als Motivator im Hintergrund krackselten wir über die versteinerte Landschaft – Und Jan sah seine ersten, wenn auch sehr sehr schwachen Nordlichter! Diejenigen zwei Tage drauf waren natürlich viel beeindruckender… Aber die Geschichte kennt ihr bereits 😀

 

Solheimsandur Flugzeug-Wrack – Erster Versuch: Tag 1 – In 8 Tagen um die Insel

 

Weitere Erlebnisse auf dieser Tour:

Wie wir mit dem coolsten Auto der Welt die Highland-Flüsse bezwungen haben: Unsere private Superjeep-Tour

Die (bisher) geilsten Nordlichter unseres Lebens: Auf der Jagd nach Nordlichtern

Titanic 2.0: Mit dem Boot durch die Eisberglagune – coming soon

Das Highlands-Video:


Nils & Katha

1 COMMENT
  • Heinke
    Antworten

    Wenn man fürs probefoto die Isozahl max hochdreht, kann man ( vorübergehend) die Belichtungszeit verkürzen und gucken ob einem das Bild gefällt. Spät belichtungszeit?….aber euer Foto gefällt mir sehr. Da haben sich die kalten Finger gelohnt …

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