Mount Esja – Der Stadtberg von Reykjavik

Mount Esja – Der Stadtberg von Reykjavik

Für jeden, der ein wenig mehr Zeit in Reykjavik verbringt, ist Mount Esja praktisch ein Muss – Der Stadtberg von Reykjavik! Zusammen mit einer Freundin, Hrönn, und zwei ihrer Enkelkinder brachen wir am Samstag früh morgens auf. (Jedenfalls für unsere Verhältnisse früh). Für die Kids war es die erste richtige Wanderung und natürlich musste man dafür vollstens ausgerüstet sein. Bis hin zu den Wanderstöcken, mit denen die beiden munter losstapften.

hike - mount esja

Nils und ich befanden uns beide noch im Aufwach-Prozess, während die Kleinen vor und wieder zurück rannten, sich gegenseitig belehrend, wie man die Stöcke zu benutzen hat. Nach den ersten fünf Minuten hatte ich dann das erste Paar Wanderstöcke im Arm, keine 3 Minuten später das Zweite. Aber wehe, Hrönn entschloss sich, selbst mit den Stöcken zu laufen. – Dann waren die Kinder schneller wieder da, als man schauen konnte, und ich mein Gepäck wieder los. Zumindest einmal für die nächsten zwei bis drei Minuten 😀

So kamen wir trotz der Energie, die den beiden wie Funken aus den Fingerspitzen und Augen sprühte, nur sehr langsam voran. – Eher ein gemütlicher Spaziergang denn eine Wanderung. Dafür hatten wir Zeit, uns zu unterhalten, die Landschaft zu genießen, Blaubeeren zu sammeln…
Während das meiste Obst und Gemüse mühsam und nur mit ein wenig Glück auf isländischem Boden angebaut werden kann, sind Island Hügel überflutet von Blaubeeren aller Art. Die meisten allerdings sehr klein und sehr sauer – aber immerhin!

Wir erreichten die Fast-Spitze von Mount Esja, vesperten, trugen uns ins Gästebuch ein… Und Nils und ich beschlossen, die letzten 50 Höhenmeter zu machen. Zu klettern, besser gesagt.

klettern-mount-esja

Eine ziemlich steile Felswand, in der mehr schlecht als recht ein Weg hineingehauen wurde, dazu ein immer stärker werdender Wind… Auf jeden Fall ein Abenteuer!!! Je weiter wir nach oben kamen, desto kälter wurde es. Eingemummelt in Schal, Mütze und weiteren Jacken erreichten wir schließlich den Gipfel. – Ein wenig außer Atem und mit vor Adrenalin ob des Weges wild klopfenden Herzen.

Für diesen Ausblick vom höchsten Punkt des Mount Esja hatte es sich wirklich gelohnt!

Ausblick Mount Esja

Beim Versuch, Selfies von uns zu machen, lernten wir einen jungen Amerikaner kennen mit dem wir uns über Weltpolitik, Waffentechnologie und wissenschaftlichen Errungenschaften wieder an den Abstieg machten. Hrönn und den Kindern war es in Zwischenzeit zu kalt geworden und sie waren bereits vorgelaufen.

Runter (und ohne Kids) ging es sehr viel schneller als rauf… Und allmählich erreichten die Temperaturen auch wieder annehmbare Bereiche. Unten erwarteten uns zwei völlig erschöpfte und dabei sehr süß aussehende Kinder. – Doch die Erwähnung eines Schwimmbades weckte sofort wieder ihre Lebensgeister und weiter ging die Diskussion, die schon auf der Hinfahrt begonnen hatte, welches es sein sollte und welches die coolsten Rutschen hatte 😀

Mount Esja Panorama

 

Weitere Hiking Erlebnisse:

Die ungeplante Klettertour auf den Westman Islands: Westman Islands – Die Insel der Vulkane und Papageientaucher

Wandern auf Islands berühmtesten Highland-Pfad: Laugavegur – 3-Tages-Power-Marsch durch die Highlands

Laugavegur Tag 1: Erster Tag – 3-Tages-Power-Marsch durch die Highlands

 

Was man in Island sonst noch gesehen haben sollte:

Worum niemand drum herum kommt: Der Golden Circle

Die wohl coolsten Wasserfälle, die Island so zu bieten hat (und die wir am ersten Tag unseres Roadtrips erkundeten): Tag 1 – In 8 Tagen um die Insel

Und natürlich auf jeden Fall – Nordlichter! Auf der Jagd nach Nordlichtern


Nils & Katha

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