Erste Eindrücke

Erste Eindrücke

flug-wie-alles-begann

Es ist jedes Mal ein kleines Wunder, wenn das Flugzeug tatsächlich vom Boden abhebt. Die Beschleunigung drückt einen tief in den Sitz, während es über die Bahn rast und halb erwartet man, einfach immer weiter geradeaus zu fahren, wie in einem Traum, wenn einem bewusst wird, dass man doch gar nicht fliegen kann.
Und dann macht der Magen einen Sprung, der Flughafen schrumpft zusammen, die Häuser drumherum, die Felder, die umliegenden Siedlungen… Bis man durch die Wolken bricht und von stummem Staunen überwältigt wird.

Ein riesiges Banner im Flughafen von Reykjavik begrüßt die Ankömmlinge mit “Welcome in Iceland!” – und auf isländisch Willkommen zu Hause.
Das ist etwas, was man sehr schnell spürt und was jeder Isländer zu einem gewissen Grad ausstrahlt: Das starke Heimatgefühl, das alle irgendwie zu verbinden scheint – Was aber in keinster Weise ausgrenzend ist! Ganz im Gegenteil wird man sehr schnell und liebevoll aufgenommen und kriegt selbst bald das Gefühl, ein Stück weit hier zuhause zu sein.

 

“We are so few. We take care of each other and hold everybody together.”
(Wir sind so wenige. Wir passen aufeinander auf und sind wie eine große Familie.)

 

Treffen zwei Isländer aufeinander, die sich tatsächlich noch nicht begegnet sind, kann es gut sein, dass sie so lange Verwandte und Bekannte austauschen, bis sie jemanden finden, den sie beide kennen – wodurch sie schließlich doch irgendwie verbunden sind.

Wenn wir mit unserer isländischen Freundin, bei der wir die ersten Nächte schlafen konnten, durch die Stadt laufen, ist es beinahe unmöglich, jemanden zu treffen, den sie nicht kennt. Mit ihr haben wir das erste Mal Reykjavik erkundet. In ihrem Auto durch die Straßen fahrend, während wir uns beinahe anschreien mussten, um den Wind draußen zu übertönen. Erst wenn man aussteigen will und sich die Autotür einfach nicht öffnen lässt, weil der Wind zu stark dagegen drückt, weiß man, was wirklich starker Wind bedeutet.
Mit vereinten Kräften gelang es uns schließlich doch, das Auto zu verlassen und den Crisis Tower zu betreten. Im Erdgeschoss haben zwei ehemalige TV-Größen Islands vor einigen Jahren einen Burgerladen eröffnet – der sich allein damit schon rechnet, dass jeder Isländer einmal das Restaurant seiner Stars ausprobiert haben muss.

Manchmal ist es immer noch ein wenig surreal, wirklich hier zu sein. Aber wir haben jetzt unsere Wohnung bezogen, die wir uns mit zwei Holländern und einer Katze teilen, haben die ersten Vorlesungen hinter uns gebracht, das erste isländische Bier probiert und leben uns so langsam ein.

 

Mehr über Reykjavik

Auf Erkundungstour: Ein kleiner Spaziergang durch unsere Nachbarschaft

Mit Blick über die ganze Stadt: Mount Esja – Der Stadtberg von Reykjavik

Studieren in Island: Die Uni

Wer wir sind? Lest hier mehr über Nils und mich: Katha & Nils stellen sich vor

 


Nils & Katha

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.